29.04.2015

"Pistenrummel & Kreisfahrkollaps" Family & Friends



Sonntag der 26.04.2015, 7:30 Uhr am Morgen, der Wecker klingelt. Ein aufregender Augenblick. Aufstehen ist kein Problem, denn heute findet der Pistenrummel und Kreisfahrkollaps statt. Es ist Bahntag, organisiert von der düsseldorfer Klassikerausfahrt und uns dem Kennblatt Blog. Eine wunderbare Köln-Düsseldorf-Liaison übrigens! Bahntag bedeutet, jeder darf mit entsprechendem Material, auch ohne Lizenz, auf die Bahn, und das Ganze findet dieses Jahr im Albert-Richter-Stadion in Köln statt.

Trotz des sehr verregneten Vortages und der mehr als schlechten Wettererprognosen gab es nur ein paar leichte Schauer, von denen man auf der Bahn sowieso nichts mitbekommen hat. Letzten Endes wurden wir sogar mit einigen Sonnenstrahlen belohnt.

Das Radstadion ist sowohl für Besucher als auch Bahnfahrer erstaunlich schön. Im Innenraum gibt es viel Platz unter freiem Himmel, der für die Ausstellung alter Bahnräder von Ost bis West, Nord bis Süd, kreuz und quer, einem erlesenen Flohmarkt und diversen Leckereien von Der Gute Heinrich gut genutzt wurde. Die Schicke Mütze war auch mit ihren berühmten süßen Teigwaren am Start. Natürlich durfte man hier auch einfach nur entspannen und dem Treiben zuschauen.

Die überdachte Holzbahn ist deutlich anfängerfreundlicher als so manch andere Bahn. Sie ist in sehr gutem Zustand und ausreichend griffig, so dass man sich auch bei den ersten Bahnradversuchen nicht unsicher fühlt. Extrem positiv auch ein paar absolute Neulinge auf der Bahn einzuführen, was "Ihr-wisst-schon-wer" unglaublich gelassen und professionel erledigt hat. Alleine das Dauergrinsen und Ausrufe wie: "Alter, ist das krass" oder "Meine Beine sind Pudding" derer, die erstmalig die Steilkurve gemeistert hatten und sonst nicht viel mit Rennradsport am Hut haben, waren den Aufwand wert.

Neben den guten Bekannten vom Bikesyndikat und der Veloküche  unterhielten wir uns auch mit ein paar total netten und neuen Gesichtern wie z.B. Jule vom Blog jule-radelt (Danke für das nette Foto!), Mitgliedern der Fixedgeargruppe bei FB, die "Spoke" und einige Unterstützer von VivaConAgua, mit ihrem sehr interessanten Projekt.   

Alles in Allem ein sehr gelungener Start in Köln, den wir unbedingt weiterentwickeln wollen. Wir hatten definitiv einen grandiosen Tag auf der Bahn. See you next Year.

Ein dickes Dankeschön geht auch nochmal an die Aussteller, die ihre Schätze mitgebracht haben. Ihr wisst Bescheid: Hartmut, Christoph, Alex, Uli und Jan Schauff.
Demnächst dann auch alle Fotos der Austellungsräder hier zu sehen!

Und gefilmt haben wir auch wieder ordentlich. Aber das mit dem Video-Schnitt dauert immer etwas länger! Also bleibt dran.


05.04.2015

01.03.2015

SAVE THE DATE - Pistenrummel & Kreisfahrkollaps


Endlich wieder Bahnfahren für alle! Kettenblatt.Blog und die Klassikerausfahrt erobern mit dem Bahntag am 26.04.2015 die Albert-Richter*-Bahn in Köln.  

Diesen Termin könnt ihr schon mal dick im Kalender markieren, denn unter dem Motto "Pistenrummel & Kreisfahrkollaps" dürfen alle Bahnrad-Begeisterten (auch die ohne Lizenz) ihr Können auf der Bahn beweisen. Und damit die Veranstaltung nicht nur den geneigten Bahnfahrer anspricht, wird es auch anderweitig jede Menge Programm für Besucher geben. Wir werden eine Ausstellung von Bahnrad-Schätzen auf die Beine stellen und es wird einen Teile-Flohmarkt geben, wo ihr euch ordentlich mit Klassikerteilen eindecken könnt. Das Ganze wird eingerahmt von einem kulinarischem Angebot, somit auch gegen Durst und Hunger gesorgt ist. Der Eintritt für Besucher ist übrigens kostenfrei! 

Wir hoffen auf "Sonne satt", euer zahlreiches Erscheinen und ein großartiges Bahn-Spektakel. #Pistenrummel

Haltet euch hier, bei der Klassikerausfahrt
oder bei Facebook auf dem Laufenden!!!



Schon ein mal ein paar Vorab-Infos:
Vor Ort auf der Albert-Richter-Bahn gibt es einige Leihräder. Es sind jedoch nicht so viele, wie wahrscheinlich benötigt. Fahrer die ohne eigenes Bahnrad anreisen, werden sicherlich fahren können, aber eventuell das Rad mit anderen Fahrern teilen. Gefahren wird von 10:00-17:00 Uhr.

Die Kosten, egal ob mit oder ohne eigenem Rad, werden sich auf ca.15€/Person belaufen.

Kontakt für Bahnradfahrer:
anmeldung@klassikerausfahrt.de

Wir suchen immer nach interessanten Austellungsrädern. Habt ihr Lust eure Schätze aus der "Vitrine" zu holen?! Meldet euch bei Christian:
kettenblatt.blog@gmail.com

Ihr wollt euren Teile-Keller leer räumen oder seid eh auf jeder Rennradbörse mit eurem Stand am Start, meldet euch zu Flohmarkt-Fragen bei Jan und Konrad:
jan@klassikerausfahrt.de; konrad@klassikerausfahrt.de


Für den Vorgeschmack schon mal ein paar Appitithappen aus dem Vorjahr in Büttgen:

Bericht Kettenblatt.Blog
Bericht Klassikerausfahrt


Spettacolo Ciclismo Su Pista - Bahntag der Klassikerausfahrt from Kettenblatt Blog on Vimeo


*Albert Richter



28.01.2015

Schicke Mütze - Mütze Schicke








Letzte Woche haben wir es endlich mal in die "Schicke Mütze" geschafft. Und der Besuch hat sich ordentlich gelohnt.

Ein echt schicker Laden mit Cafe, Fahrradwerkstatt und Teile- bzw. Zubehörverkauf. Außerdem gibt es neben diversen Mützen, Trikots, Rennrad-Rahmen und Teilen auch ein paar Austellungstücke zu bestaunen. Und das alles ziemlich zentral in Düsseldorf.

Wer es noch nicht wusste: Dahinter stecken die Mädels und Jungs von der Klassikerausfahrt und das sieht man auch an der passenden und ansprechenden Gestaltung des Cafes und der Fahrradgarage. Die Idee ist ja eigentlich nicht neu, aber so wie hier umgesetzt und auch wirklich vollends realisiert, haben wir das noch nicht gesehen. Von uns gibs an dieser Stelle auf jedenfall ein dickes Kompliment!

Unser Prädikat: Toller Laden, gute Atmo, Essen, Käffchen, Bierchen und alles was das Fahrer- und Schrauberherz begehrt. Für alle, die ihren Klassiker bei Reparaturen in guten Händen sehen wollen, durstigen oder hungrigen Ausflügler, die in Düsseldorf unterwegs sind, oder (einfach nur) Radenthusiasten ist die schicke Mütze eine TOP-Anlaufstelle.






19.01.2015

Portrait: Cinelli Speciale Corsa Pista (Super Corsa Pista)


Cinelli Supercorsa Pista II





Am Wochenende habe ich es endlich mal geschafft eines meiner neuesten Räder trotz winterlichen Temperaturen und schlechtem Licht zu fotografieren. Dieser schicke Cinelli Speciale Corsa (bzw. Super Corsa) Bahnrahmen passt mir endlich mal und ich hoffe auf ne Menge Spass auf der Bahn.

Der Rahmen stammt von Anfang der 70er Jahre. Zum größten Teil müsste es auch noch der Originallack sein. Aber leider wurde wohl mal an der Sattelmuffe nachlackiert. Ich denke nämlich die gehört auch verchromt. Außerdem fehlen die Decals am Sattelrohr. Vielleicht lasse ich das mal machen.

Sehr schön sind aber die zeitlich passende Vorbau-Lenker-Kombi, beide Teile stammen aus den 60er oder 70er Jahren.
Die Zeus Sattelstütze könnte auch noch einer zeitgemäßen Campagnolo weichen. Aber beim Klemmaß 26,2mm ist das erstmal nicht so einfach und die Zeus steckte laut Vorbesitzer auch ürsprünglich in einem alten Cinelli-Rahmen drin.

Der Laufradsatz ist das absolute Provisorium. Den habe ich nur für die Ausfahrt montiert. Ich bin hier immer noch auf der Suche nach einem schönem Paar möglichst alter Campagnolo-Pista Naben oder eben FB-Naben. Die passenden Fiamme-Felgen liegen schon bereit.   


Zu den Details:

frame and fork:  Cinelli Speciale Corsa Pista (Super Corsa Pista) 59cm (m-m), ~1970
wheel rear: Campagnolo Record Pista
wheel front: Shimano Dura Ace Track
headset: Campagnolo Record
crankset: Campagnolo Record Pista (aero modified)
chainring: Campagnolo Record Pista
bottom bracket: Campagnolo Record Pista
seat post: Zeus 26,2mm
seat:"old italian"
stem: Cinelli Pista steel (~1960-70)
handlebar: Cinelli 14 (~1960-70)

... weitere fotos auch auf flickr!

30.12.2014

2015, here we are now, entertain us...

Kettenblatt Blog - New Year 2015

Wir wünschen allen einen guten Rutsch ins Jahr 2015! 2014 war schon spannend, viele Alleycats, neue Rennserien wie z.B. Rad Race, neue Teams, die sich beim Red Hook die Sporen verdient haben, Interviews mit Menschen, die an fantastischen Rennen teilgenommen oder Reisen unternommen haben, eigene Erfahrungen in fernen Ländern. 2015 kann kommen, ich bin gespannt und bin mir sicher es wird großartig.

In diesem Sinne:
Frohes neues Jahr, Bonne Année, Happy New Year, Sawadee Pii Mai, Kul 'aam u antum salimoun, Eftecheezmaenos o Kaenooryos hronos, Chestita Nova Godina, Hääd Uut Aastat, Onnellista Uutta Vuotta, Gelukkig nieuwjaar, Gullukkig Niuw Jaar, Selamat Tahun Baru, Buon Capodanno, farsælt komandi ár, Laimigu Jauno Gadu, Naya Barsa Ko Hardik Shuvakamana, Szczesliwego Nowego Roku, Feliz Ano Novo, S Novim Godom, Gott Nytt År, stastlivy novy rok, Srechno Novo Leto, Feliz Año Nuevo, Yeni Yiliniz Kutlu Olsun, Scastny Novy Rok!!!

21.12.2014

Der DIY-Trash-Weihnachtsbaum

 Ja klar, kurz vor Weihnachten wird noch viel Kram bestellt, in diesem Fall bei einem großen Online-Versender. Doch dann stand auf einmal der riesige Karton mit Verpackungs- bzw. Füllmaterial rum und in mir kam der Basteltrieb hoch, den ich als Kind schon immer hatte. Ein alter Reifen (2), der kürzlich von einer Scherbe so zerschnitten wurde, dass er nicht fahrbar war, Klebeband, Kabelbinder (6), Farbe (7), ein alte Zahnbürste (8) und die gute alte Heißklebepistole zur Hand und es konnte losgehen. Et voilà, das Ergebnis (9). Den Baum könnte man auch noch mit alten, kleinen Bikebestandteilen schmücken.
 
 In diesem Sinne...
 
 Frohe Weihnachten, Merry Christmas, Joyeux Noël, Suksan Wan Christmas, Kala Christougenna, Geseende Kerfees, Vrolijk Kerstfeest, Sugeng Natal, Sretan Bozic, Prieci'gus Ziemsve'tkus, Linksmu Kaledu, God Jul, Wesolych Swiat, Boas Festas, Pozdrevlyayu s prazdnikom Rozhdestva, Feliz Navidad, Selamat Hari Natal,

wünscht euer Kettenblatt Blog, und bleibt gesund.


23.10.2014

Biken in der Taroko Schlucht



Du bist gerade in Taiwan unterwegs, suchst landschaftlich etwas Neues und brauchst mal wieder etwas mehr Bewegung? Die Taroko-Schlucht im Nord-Osten Taiwans bietet dir genau das.

Wie ich bereits geschrieben habe, war ich für drei Wochen in Taiwan und gegen Ende der Tour fanden wir im Reiseführer einen kleinen Eintrag, eigentlich nur der Nebensatz im Zusammenhang mit einer Unterkunft, dass die Betreiber der Rihang Taroko Lodge MTBs vermieten und einen ins Landesinnere bringen, von wo aus man mit dem Rad zurück fahren kann.


Da wir unsere Unterkünfte spontan während des Reisens ausgesucht hatten, mussten wir auch mal mit einer Absage rechnen, was hier leider der Fall war, die Lodge war einfach ausgebucht. Dennoch wollten wir unbedingt die Biketour in der Taroko-Schlucht machen und fragten bei der Lodge per Mail nach, ob wir dennoch diese Tour machen könnten. Wir bekamen von dem freundlichen und unkomplizierten Personal eine Zusage, zudem fanden wir eine Unterkunft im nahe gelegenen Hualien, von wo aus wir mit dem Zug (keine 20 min. Fahrt) nach Xincheng fahren konnten. Hualien hat übrigens mit Nachtmärkten, Tempeln und Garküchen einiges zu bieten und ist eine gute Basis, um von dort aus Tagestouren zu machen.


In Xincheng angekommen wurden wir von Rihangs Sohn mit einem Van abgeholt, die Fahrräder waren schon dabei. Auf der Fahrt zum Ausgangspunkt wurde uns immer mehr bewusst wie Atem beraubend diese Landschaft ist. Allerdings genießt man diese erst richtig auf dem Rad. Schroffe Felswände, die hunderte Meter in den Himmel ragen, unterbrochen von Wasserfällen, Tempeln, kleinen Hängebrücken und Tunneln. Einen Tunnel kann man umfahren, man wird dadurch mit einer Aussicht belohnt die einen schlicht und ergreifend umhaut. Überhänge und der Fluß, der sich über Jahrtausende durch die Berge gefressen hat und einen die ganze Zeit begleitet. Die Natur zeigt sich auch immer wieder mal von ihr mächtigen Seite, die Überreste eines Erdrutschs, ausgelöst durch den Taifun Fung Wong, der keine zwei Wochen zuvor getobt hat, verschlug einem den Atem. Reisebusgroße abgegangene Felsbrocken ließen uns ganz schön mickrig erscheinen.



Das großartige war die Tatsache, dass die Tour nicht geführt war, wir konnten uns völlig frei bewegen, stoppen wann und wo wir wollten und unser Tempo fahren. Zurück in Xincheng mussten wir die ausgeliehen Bikes einfach am Bahnhof abstellen, das schien kein Problem zu sein. Wie so oft in Taiwan hörten wir vorher die beiden Worte "no worries". Der Tag wird mir immer in Erinnerung bleiben und die Tour würde ich jedem wärmstens empfehlen.

Schaut euch unbedingt noch weitere Fotos bei an!


20.10.2014

Portrait: Eddy Merckx Pista Professional









Seit einiger Zeit bin ich stolzer Besitzer eines Eddy Merckx Professional Bahnrades. Der Rahmen wurde in liebevoller Handarbeit von unseren belgischen Nachbarn extrem knackig gestaltet.Er ist schön steif und fährt sich "brachial". Ich datiere ihn mal Ende der 70er bzw. Anfangs der 80er Jahre (ohne Gewähr)*. Leider ist er mir viel zu klein. Trotzdem richtig geiles Teil und deshalb hier mal schicke Fotos.


Zu den Details:

frame and fork: Eddy Merckx Pista Professional 57cm (m-m)
wheelset: Campagnolo Super Record Pista (Sheriff-Star) hubs, aero Spokes, Mavic Mach2 rims
headset: Campagnolo Record
crankset: Campagnolo Record Pista
chainring: Campagnolo Record Pista
bottom bracket: Campagnolo Record
seat post: Campagnolo Super Record
seat: Selle Cinelli Unicanitor
stem: 3ttt
bar: 3ttt

... weitere fotos auch auf flickr!


* Edit: Eine genauere Recherche ergab, dass der Rahmen von 1985 stammt.
 

13.10.2014

Made in Taiwan


Ich hatte drei Wochen Urlaub, drei Wochen, die ich mit Rucksack bepackt nutzte, um mal wieder neue Länder zu bereisen, neue Kulturen und Menschen kennenzulernen und immer wieder die Augen nach Fahrrädern, Radfahrern und Strecken offen zu halten. Ich wurde von Freunden, Familie und Kollegen gefragt wo es denn hinginge und das Gespräch sah immer ziemlich ähnlich aus:

"Und, wo geht es diesmal hin?"
"Nach Taiwan..."
"Oh ja, Thailand soll ja sehr schön sein."
"Nein, TAIWAN!"
kurze grübelnde Pause
"Aha... und was macht man da so?"

Das musste ich dann immer wieder erklären, aber lest selbst.


Taiwan ist erstaunlich vielseitig und hat extrem viel zu bieten und damit meine ich keine billige Elektrogeräte mit dem Gütesiegel "Made in Taiwan". Von Urban über Kulinarischem bis hin zu Sport, Kultur, Strandurlaub, Party ist alles drin. Wer drei Wochen im Gebirge wandern will, kein Problem, das Gleiche gilt natürlich auch für's Radfahren. Du bist eine Bergziege mit Quäl-dich-Faktor? Dann ab ins Landesinnere, da warten 3- bis 4-Tausender auf dich, um mit RR oder MTB bezwungen zu werden. Du bist eher der Randonneur, der gerne lange Strecken fährt und sich Zeit für die Umgebung nimmt? Dann kannst du die Insel einfach umrunden und die bösen Steigungen aussparen und glaubt mir es gibt sehr viel zu sehen und zu erleben.

Im Vorfeld ist mir ein Video der Taipei-Fixie-Crew aufgefallen und ich freute mich bereits auf die Lokale Radszene. Als ich in Taiwan angekommen bin und in Taichung meinen ersten Stopp hatte, umzingelt von Scooterfahrern, hunderte davon, ein regelrechter Bienenschwarm, habe ich mich gefragt, ist der Taiwaner ein Radfahrer? Fährt er wie ich morgens mit dem Rad zu Arbeit? Dreht er seine Runden und sucht nach schöneren, schnelleren, anspruchsvolleren Strecken? Ist der Verkehr in Taiwan, der eher so strukturiert ist, dass der Stärkere gewinnt und dennoch erstaunlich friedlich ist, überhaupt geeignet? Ich konnte die Frage nicht beantworten. Noch nicht.

Erst als ich im Landesinneren angelangt war, in der Gegend vom Sun-Moon-Lake fielen mir mehr und mehr Menschen auf, die sich dem Radsport verschrieben hatten. Zum Anderen gab es immer mehr Fahrradgeschäfte, wobei es weniger Geschäfte mit einem bunten Sammelsurium an Fahrrädern waren, sondern eher Filialen eines Herstellers und zwar Giant. Dieser scheint das Fahrradgeschäft in Taiwan ziemlich gut im Griff zu haben, denn ich habe wenig Alternativen gesehen, ein Geschäft mit Merida Bikes und ein paar kleinere Lokale Reparaturbuden, das war alles. Allerdings bietet Giant auch geführte Touren mit Begleitfahrzeugen an, oder bestückt Hotels oder andere Unterkünfte mit Mieträdern und scheint in Taiwan omnipresent zu sein.



Im Süden Taiwans, die Strecken sind dort deutlich flacher, allerdings ist die Hitze ein ständiger und anstrengender Begleiter, sieht man immer mehr Biker und die Strecken sind sehr gut ausgebaut. Die weniger besiedelte Ostküste glänzt mit langen Panorama-Strecken unterbrochen von kleinen Flußdeltas, die dazu einladen ins Landesinnere zu fahren, wie z.B. in der Taroko Schlucht. Dort zu fahren haut einen regelrecht um. Links und rechts türmen sich die Berge schwindelerregend steil auf, während dich die in den Felsen gehauene Straße immer weiter führt. Dazu werde ich in den nächsten Tagen noch separat etwas schreiben und Fotos gibt es dazu natürlich auch.

Auch in Taipei ist die Fixie-Kultur angekommen und wird dort mit Kleidung, Bikes und Stil gepflegt. In Großstädten sind gut ausgebaute Radwege im "grünen" Arealen zu finden.

Mein Fazit ist, Taiwan ist großartig, die Menschen sind fast schon erschreckend hilfsbereit, auch wenn es manchmal zu kleinen sprachlichen Wirrungen kommt. Die Landschaft ist abwechslungsreich und man kann mit einem kleinen Budget sehr gut Reisen. Die Küche dort, beide Daumen hoch. Definitiv ist diese Insel eine Reise wert.


Hier sind noch ein paar Links:
Zusätzliche Fotos bei Flickr.
Taipei-Fixie-Crew bei FB
MID Taiwan Bike eine kleine Handmade-Schmiede in Taichung
Taiwan Cycling Festival

10.09.2014

Moin un van Harten willkomen in Flensburch...

...würde man im hohen und wilden Norden sagen um einen in Flensburg zu begrüßen. Man sollte dann allerdings nicht auf die Idee kommen mit "Guten Morgen" zurück zu grüßen, aber das ist eine andere Geschichte.

Ich habe meinen guten Freund Christoph in Flensburg, besser gesagt in Glücksburg bei Flensburg, besucht und dachte, dass ich die Gegend doch auch gut mit dem Rad erkunden könnte, evtl. auch mit dem Fixie. Ich entschied mich dann doch dagegen und nahm meine Canyon-Rennmaschine mit. Eine Entscheidung die ich nicht bereuen sollte, denn der hohe Norden an der Ostsee ist gar nicht so flach wie ich gedacht hatte. Kurze knackige 7%-Rampen, die mit dem Fixie eher mäßigen Spaß gebracht hätten, waren mit Schaltung kein Problem.
Man kommt schnell aus Flensburg raus, kann nach Dänemark, oder auf der deutschen Seite die Flensburger Förde entlang radeln. Man sollte allerdings bedenken, dass der Wind an der Küste mal Freund mal Feind sein kann. Kurzum, es lohnt sich dort hinzufahren, denn was gibt es schöneres, als sich nach einer Tour mit einem Fischbrötchen und einem Flens am Hafenbecken zu belohnen.

03.08.2014

Der 250km-Trip: Trier-Koblenz-Bonn


Gestern war es soweit! Die 250km mit dem Rad an einem Tag sollten geknackt werden.
So machten sich André (a.k.a. Tempo-Härte) und ich (a.k.a. Abfahr-Gott) mit dem Zug von Köln nach Trier auf. Und das zu einer uns völlig ungewohnten Zeit, nämlich morgens um 6:30Uhr. 

In Trier starteten wir um ca. 10:00 Uhr unsere Fahrt immer entlang der Mosel. Das ist schon eine herrliche Strecke und die macht richtig Spass. Aber dass wir in Koblenz nach ca. 7 Stunden Fahrt schon fast 200km auf dem Tacho haben sollten, war uns irgendwie nicht klar. Der eigentliche Plan war ja, bis nach Köln zu fahren.

Von Koblenz bis Köln machten sich nach einem derberen Gewitter und einer nicht so ganz geplanten Cyclocross-Strecke die ersten Krämpfe und sonstige Schmerzen bemerkbar und wir beschlossen, dass wir in Bonn nach 257km auf dem Rennrad unser Ziel erreicht hatten. Irgendwie! Endlich! Erlösend!

Letztendlich kann man sagen, dass wir überglücklich sind diesen Trip hinter uns gebracht zu haben. Geile Tour und sehr befriedigend, aber auch schmerzhaft und angesichts von heftigem Muskelkater, Krämpfen und Gelenkschmerzen vermutlich eher ungesund. Aber erzählen werden wir unseren Enkelkindern davon.