10.04.2012

Nasses "96. Rund um Köln"






Wieder einmal fand einer der ältesten deutschen Radklassiker nämlich Rund um Köln statt, und das bereits zum 96. Mal seit 1908. Auch ohne namhafte Fahrer sicherlich ein Erlebnis dachten wir und machten uns mit der Bahn (weil Regen) zum Schlusstück auf.

Von der Severinsbrücke, dort wo die Profis nach ca. 200 km Höhen und Tiefen, und in diesem Jahr vor allem bei äußerst schlechtem Wetter, in die Kölner Innenstadt "fliegen", um dann noch drei Runden vor den Zuschaueren zu drehen, hatten wir ein guten Überblick und erhofften uns ein paar nette Schnappschüsse.


Allerdings hieß es erst einmal warten, auf die Mobilfon-Newsticker starren und mit anderen Begeisterten und dem Wetter Trotzenden zu klönen. Man muss ja sagen, im Publikum gibt es die, die Ahnung haben, und die, die es immer noch besser Wissen. Kenner wissen halt Bescheid.
Bei den Gesprächen, welcher Italiener Erik Zabel damals während der Rennen unterstützt hat, welche Sponsoren aus welchen Gründen abgesprungen sind, wieso einige Rennteilnehmer mit Regenschutz, Andere ohne fahren, wer vor 10 Jahren beim Radclub Pulheim (der Weltmetropole im Nordwesten von Köln) mitgefahren ist, wie es denn so mit Doping generell aussieht (natürlich haben alle Teilnehmer nur kräftig gefrühstückt), konnten wir nicht immer mithalten. Gerade beim Who-is-Who-Namenswettbewerb stiegen wir irgendwann aus.

Letztendlich kamen Sie dann doch in Köln an. Das heißt eigentlich kam nur der Tscheche Jan Barta vom Team Net App und kurze Zeit später eine Hand voll Ausreisser an, unter Anderem auch der bestplatzierte Deutsche Kersten Thiele (Rang 12). Jan Barta ließ sich den Sieg auf den letzten Kilometern aber nicht mehr nehmen und gewann die Regenschlacht von Rund um Köln 2012. Das Peloton wurde unterwegs irgendwo angehalten, damit die Kämpfe um die Ränge auf den letzten Runden nicht gestört wurden. Irgendwann huschte das Feld dann zwar auch noch ins Ziel, ersparte sich aber die letzten Runden in Köln. Was letztendlich auch nachvollziehbar war, da man gerade 200km bei 6 C° und Dauerregen gefahren ist, um dann irgendwo vor Köln abzuwarten, bis die Strecke freigeben wurde. 

Auf Grund des mäßigen Wetters konnten uns dann auch die sicherlich interessanten Stände der Fahrradhersteller und Zubehöranbieter nicht mehr Lange halten und wir traten unsere Rückreise mit einigen guten Fotos im Gepäck an. Natürlich mit der Bahn!

Eure Schönwetterfahrer!

Mehr Fotos gibt es in unserem Flickr-Account.